Freundschaft kennt keine Grenzen
Partnerschaft zwischen Teisendorf und der Region La Petite Creuse besteht seit 54 Jahren
Im August haben sich unsere französischen Freunde wieder auf den langen Weg nach Bayern gemacht, um die Freunde in der Marktgemeinde Teisendorf zu treffen und gemeinsam ein schönes Wochenende zu verbringen.
Bei Regen und Wind trafen die französischen Gäste am Freitag gegen Abend ein. Bürgermeister Thomas Gasser sorgte mit einer launigen Bemerkung für gute Stimmung: " Den Regen haben wir für heute Abend bestellt, weil wir ihn dringend brauchen, ab morgen gibt es nur noch Sonnenschein." Er sollte Recht behalten.
Nach der Ankunft konnten sich die Gäste bei einem reichhaltigen Bufett stärken. Für die musikalische Begleitung sorgten Schüler der Musikschule Teisendorf.
Am Samstag stand zunächst ein Besuch des Dokumentationszentrums Obersalzberg auf dem Programm. Dort hatten die französischen Gäste Gelegenheit, sich intensiv mit der dunklen Zeit der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Die Eindrücke hinterließen bei den Gästen deutliche Spuren.
Nach einer Stärkung beim Ahornkaser ging es über
die Rossfeldstraße mit dem beeindruckenden
Bergpanorama zurück nach Teisendorf.
Beim Festabend standen die Reden ganz im Zeichen der Völkerverständigung und des Klimawandels, den beide Länder in diesem Jahr durch die extreme Sommerhitze unmittelbar erleben. Bürgermeister Thomas Gasser verglich die Städtepartnerschaft zwischen Teisendorf und La Petite Creuse mit einem Puzzle, an dem seit mehr als einem halben Jahrhundert bei jedem gegenseitigen Besuch weitere Teile hinzugefügt werden.
"Wir sind zu euch gekommen, um unsere Freundschaft zu feiern. Unsere jährlichen Treffen sind wie ein Sonnenstrahl für unsere Herzen", sagte Daniele Chatelain im Namen der französischen Gäste. Das Thema "Sonne" zog sich durch ihre gesamte Rede. Bürgermeister Thomas Gasser und Dffk-Vorsitzender Bernhard Glück erhielten einen Sonnenhut.
Bernhard Glück nahm in seiner Ansprache noch einmal Bezug auf den Besuch am Obersalzberg und schlug den Bogen zur Gegenwart, in der große Teile der Welt von Diktatoren sowie von Macht und Geld regiert wird: "Wir stehen mit unserer völkerübergreifenden Partnerschaft für ein aufgeschlossenes und positives Miteinander, das den anderen in seiner Art schätzt und ehrt. Friede und Freundschaft beginnen im Kleinen - und dafür steht auch dieses gemeinsame Wochenende."
Nach dem offiziellen Teil wurde es noch ein langer Abend
mit gutem Essen und schwungvoller Tanzmusik
mit der Band "The Hurricans" aus dem Chiemgau.
Am Sonntag war der Tag in der Familie mit individuellem Programm. Ein Teil der Gäste und Gastgeber traf sich zum Boulespiel. Der gemeinsame Grillabend am Pfarrheim bildete den geselligen Abschluss des Wochenendes. Teilnehmer der Französischkurse boten Sketche auf Deutsch und Französisch dar. Gemeinsam wurden noch die von Frau Janoschka auf die Partnerschaft umgedichteten Lieder gesungen.
Am Montagmorgen hieß es schon früh Abschied nehmen. À très bientôt!
gekürzter Zeitungsartikel von Monika Konnert





